Wir haben es immer gesagt: Wer geblitzt wurde, muss sich fair verteidigen können.
Nun endlich hat dies ein Verfassungsgerichtshof mal ganz klar bestätigt. Danke!
Es geht um Traffistar S350, aber auch um viele weitere Messgeräte. Sie speichern keine Rohmessdaten und können so dem Beschuldigten im Streitfall nicht beweisen, dass tatsächlich alles korrekt im Sinne des OWI-Verfahrens abgelaufen ist. Dies wäre aber für eine faire Verteidigung unabdingbar. Bereits 2017 veröffentlichten wir als Sachverständige eine Stellungnahme, die Sie hier nachlesen können. Damals wurden wir dafür belächelt. Heute kommt die späte Genugtuung eines Gerichtsurteils, das unsere Mission als streitbare Gutachter mit großem Erfahrungsschatz (wir betreiben die wohl größten Messstellen- und Messgerätedatenbanken in Deutschland) stärkt und unsere kompromisslose Arbeit mit fast 1.500 engagierten Anwälten bestätigt.

Weitere Meldungen

19.01.2021Geänderte Auswertung beim XV3? Das Kartenhaus stürzt ein

Einer unabhängigen Gruppe von Sachverständigen war es vor kurzem gelungen nachzuweisen, dass mit dem XV3 in gewöhnlichen Messsituationen Messabweichungen auftreten können, die deutlich größer als die Verkehrsfehlergrenze sind. Die Abweichungen wurden dann festgestellt, wenn das gemessene Fahrzeug „seitlich“ in den Messfeldrahmen einfuhr.

Die PTB teilte zunächst am 27.10.2020 vorläufig mit, dass die Abweichungen noch nicht reproduziert werden konnten.

Nun soll eine neue Gebrauchsanweisung für das XV3 zugelassen worden sein, in der die Auswertekriterien deutlich verschärft worden sind. Das ist in zweierlei Hinsicht äußerst fragwürdig… weiterlesen ►

16.12.2020BVerfG stellt klar: Falldateien sind im Vorverfahren herauszugeben

Ein großer Tag für die Betroffenenrechte im OWi-Verfahren.

Gestern wurden die Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und des Verfassungsgerichtshofs aus Baden-Württemberg bekannt.

Das BVerfG befasste sich dabei mit einer Beschwerde bzgl. eines Urteils des OLG Bamberg (Beschluss v. 19.06.2018, Az.: 3Ss Owi 672/18). Gegenstand: Herausgabe von nicht bei der Akte befindlichen Informationen, insbesondere Verwendernachweise und Falldateien.

Der eindeutige Tenor des BVerfG:... weiterlesen ►


VUT - Das renommierte Sachverständigenbüro

Fundament - Fakten - Folgen

Dieses Credo der Deutschen Forschungsgemeinschaft bildet den Schwerpunkt unserer Arbeit. Auf einem wissenschaftlichen Fundament tragen wir die Fakten eines Sachverhaltes zusammen und ziehen daraus die Folgen für unsere Sachverständigenarbeit. Ausgehend von diesem Dreischritt haben wir uns bei der Erstellung von Gutachten den Slogan „Keine Vermutungen“ zum Grundsatz gemacht. Wir verlassen uns nicht auf Erkenntnisse und Aussagen Anderer, sondern wollen, entsprechend unserer Philosophie, eigenständig eine logische Beweiskette mit einem belastbaren Ergebnis erarbeiten.

VUT-Veröffentlichungen

Stellungnahme zu LeivtecXV3 - Zulassungsproblematik


online, 03.02.2020




Download als PDF

Was haben Rohmessdaten und die Entscheidung des saarländischen Verfassungsgerichtshofes mit Verkehrssicherheitsarbeit zu tun?


online, 20.09.2019




Download als PDF

Stellungnahme zu Messungen mit Drucksensormessgeräten


online, 22.03.2019




Download als PDF

Optische Täuschung - Schneller dank LED


online, 05.02.2019




Download als PDF


Anwalts-Support

9 gute Gründe warum erst ein Gutachten Sie und Ihren Mandanten richtig stark macht. 9 gute Gründe warum erst ein Gutachten Sie und Ihren Mandanten richtig stark macht.

Bleiben Sie auf dem Laufenden

Auf unserem YouTube VUT Verkehrs-Channel informiert der vereidigte Gutachter und Sachverständige Hans-Peter Grün, wenn etwas auffällig ist im standardisierten Messverfahren. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und nennt auch immer "Ross und Reiter". Das sollten Sie sich abonnieren.

Aktuelles Video:
Was ist erforderlich, damit ein Messgerät dem "fairen Verfahren" genügt?
Das Messgerät TraffiStar S350 ist vom Urteil des saarländischen Verfassungsgerichtshofs direkt betroffen. Dass die Forderung nach dem Abspeichern der Rohmessdaten für alle Messgeräte gelten muss, ergibt sich aus der Urteilsbegründung.
Aber wie wird man den Forderungen des Verfassungsgerichtshofes gerecht? Welche Daten genau sind abzuspeichern? Und welche Maßnahmen der Gerätehersteller wären gerade nicht ausreichend, denn gerade Jenoptik hat bereits Maßnahmen angekündigt.